Zu einer faszinierenden Wallfahrtsruine im Wald
Haben Sie gewusst. dass das malerische Städtchen Mühlheim an der Donau einmal selbst bzw. ganz in der Nähe ein bedeutender Wallfahrtsort gewesen ist? Imposante Reste dieser überregional bedeutsame Wallfahrt Mariens können Sie auf dieser Tour entdecken. Und wer zum ersten Mal die Kirchruine Maria Hilf im Wald entdeckt, wird garantiert beeindruckt sein und sicher länger dort verweilen.
Entstanden ist die Wallfahrt in den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg um 1650, als der Mühlheimer Pfarrer damals ein Marienbild an einer Eiche anbrachte. Das Bild erhielt solchen Zulauf, dass etwa 100 Jahre später eine große 47 Meter lange und 18 Meter breite Wallfahrtskirche dort errichtet wurde. Später gab es dort sogar noch eine Herberge und Stallungen errichtet. Während des ganzen 18. Jahrhunderts, als die Volksfrömmigkeit einen enormen Aufschwung erlebt, war die Wallfahrtskirch Ziel vieler Wallfahrten und Prozessionen. In der Stadt selbst kamen Handwerk und Handel in dieser Zeit zu einigem Wohlstand. Um 1800 änderten sich die Zeiten. Im Jahr 1811 wurde die Wallfahrt aufgehoben, die Gebäude wurden zum Abbruch verkauft und freigegeben. Heute stehen noch große Teile der Außenmauern. Der Kirchturm wurde renoviert und in einem kleinen Zimmer im Turm kann der Pfarrer immer noch übernachten.
Doch auf dieser ausgedehnten Tour über die Höhen bei Mühlheim von der Mühlheimer Oberstadt aus gibt es noch weitere kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die historische Oberstadt selbst, wie das Vordere Schloss mit Museum oder die Sebastianskapelle. Vor allem aber bietet die Runde ganz viel wunderschöne Natur. Dazu locken Aussichtspunkte wie auf dem „Rissefels“ in Richtung Fridingen oder beim „Glitzigen Kreuz“ in Richtung Mühlheim zu jeder Tageszeit mit unterschiedli-chen herrlichen Panoramen. Und das Schönste: Auf der Tour kann man sowohl zwischendurch auf „Bergsteig“ wie auch am Ende richtig gut einkehren.





